ENDEARMENT Blog


Mit den Hessen messen
8. Juni 2011, 11:57
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So, wieder da. Erstaunlich finde ich, dass Konzertreisen jedes Mal anders sind, obwohl doch der Ablauf immer derselbe ist: Fahren, Autobahnraste, Ankommen, Stadt angucken, Rumhängen, Kram reinschleppen, Aufbau, Soundcheck, Essen, Rumhängen 2, Merchandisestand aufbauen, Rumhängen 3, Konzertbeginn, Spielen, Theke, Party, zu spät ins Bett. Am nächsten Tag wegen Schlafmangel und ggf. Kopfschmerzen völlig fertig aufwachen, Körperpflege, Frühstück, Losfahren und dann wieder alles von vorne.

Und trotzdem: Irgendwas ist immer anders. Nidda z.B.: Niemand von uns wäre auf die Idee gekommen, dass dieses verschlafene 19.000-Einwohnerkaff hübsch anzusehen sein könnte, dass man dort genüsslich durch die mit Fachwerkhäusern gesäumte Altstadt schlendern und sogar ein Jüdisches Museum begutachten könnte. Das JUZ war, auch zu unserer Überraschung, fast schon beängstigend sauber und aufgeräumt. Empfangen wurden wir sehr nett von Klaus, dem (u.a.) Soundmann des Abends, und den sehr laut über PA laufenden Karate – die später dann auch wieder den Abend beschließen sollten. Unser Gastgeber Eric aka Daniel (?) war zwar nachmittags schon angetrunken, aber dafür sehr organisiert. Die anderen beiden Bands – Jagua Plant und Arlito’s Way – waren unkompliziert und freundlich, so dass einem gemütlichen Abend nichts mehr im Wege stand. Erst wurde gegrillt, dann gerockt. Im Anschluss sind wir dann in die beste Bar Niddas – die Couch – gegangen, was sehr lustig war. Dank an dieser Stelle nochmal an Marina!

Am nächsten Morgen in der Traube direkt auf dem Marktplatz gefrühstückt – hervorragende Bratkartoffeln mit Spiegelei und Leberkäs, Felix hatte Apfelstrudel. Mirco und Britta begnügten sich mit heimischem Dunkelbier. Dann Aufbruch nach Kassel, die Perle Hessens. Kilometerweite Betonplätze ohne Menschen und Bäume. Subversive Kunstwerke überall. Urbanisierte Langeweile. Aber! Das Karoshi. Ein super Laden mit netten Leuten. Lange Zeit nichts spektakuläres, doch dann tauchten plötzlich zahlreiche Einhörner in the vein of Jacques himself auf. Große Freude, stürmische Begrüßung, und dann schon die erste Band: Käfer K. Klingen ein bisschen wie Appleseed Cast mit etwas zu emoigem, turbostaateskem Gesang. Die Beatles (Kalauer!) haben gerockt, ein schönes Set. Dann Krawehl, mit solidem Indierock. Auch gut. Dann wir, dann Party, dann gute Nacht und dann um halb acht aufgestanden, um fünfeinhalb Stunden zurück zu gurken.

Bis nächstes Mal und Dank an alle.



Vormerken und kommen!
17. Mai 2011, 10:50
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Es stehen zwei Konzerte ins Haus und wir würden uns über zahlreiche Besucherschaft freuen:

Freitag, den 3.6.2011: Nidda, Juz

Samstag, den 4.6.2011: Kassel, Karoshi

Am Samstag spielen wir zusammen (bzw. nacheinander) mit Krawehl und Kaefer K, von denen mir gesagt wurde, sie seien spitze. Also: vorbeikommen und selber urteilen – vor allem aber Spaß haben.



Endearment im Bandcamp
26. Januar 2011, 14:27
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„Man muss auf jeden Zug aufspringen, der pünktlich abfährt.“ (Bahnchef Rüdiger Grube)

Und getreu dieser Weisheit gibt es Endearment jetzt auf bandcamp.com. Zugegebenermaßen noch sehr spartanisch, aber bald kann man dort alle Songs gratis anhören und gegen Geld runterladen.



rock music for the sonic youth
17. Januar 2011, 11:21
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Das Konzert am Thunderday im ehrenwürdigen Sonic Ballroom von und zu Köln war eine Mordsgaudi. Dieses Mal stimmte einfach alles. Die freundliche Aufnahme durch Roman und die nette Frau, deren Namen ich leider nicht weiß, die Mitband Carusella from Tel Aviv Beach, die Gäste – und all der Spaß, den jedermann bzw. -frau hatte.

Vor dem Konzert gab es noch ein ausgedehntes Palaver über „cuttings from Germany that went to Poland and France after the War“ und über die Dummheit der Saarländer, die sich mehrfach in der Geschichte freiwillig dafür entschieden haben, zu Deutschland gehören zu wollen (obwohl Länderfinanzausgleich…). Nach leckerem vegetarischen Allerlei mit – das sei negativ vermerkt – recht labberiger Tomatensauce ging’s auf die „stage“ (Rudolf Schenker). Dort zeigte sich dann, dass jahrelanges Miteinandermusizieren den positiven Effekt hat, dass man auch einfach mal dreieinhalb Monate nicht proben kann und sich dann trotzdem nicht verspielt. Wie auch immer, dem Publikum gefiel es offenkundig, was uns wiederum Spaß machte und somit eine herrliche Spirale des Glücks (klingt das irgendwie anzüglich? soll es nicht) hervorbrachte.

Nach uns kamen Carusella an die Reihe und haben – so muss man das wohl nennen – den Ballroom in Grund und Boden gerockt mit ihrem powermetalmäßig aufgetunten Postrock, der allerdings, so ein Experte aus dem Kölner Südstadion, manchmal ein klein wenig nach Korn klang. Das ist allerdings, wie man es von diesem geheimnisvollen Unbekannten gewohnt ist, die gehässige Interpretation. Mir und fast allen anderen hat es gut gefallen, einzig die lange Spielzeit ging mir irgendwann auf den Sack. Im Anschluss gab es Schnaps in mannigfaltiger Ausführung und die üblichen Faxen. Bis demnächst.

PS: Am nächsten Tag wurde noch heftig geprobt und dabei zwei – natürlich brillante – neue Songs fertiggemacht, die dann in Kürze zu hören sein werden.



Daheim & Unterwegs
20. September 2010, 16:34
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Aus der Tour ist durch unglückliche und ärgerliche Umstände (s.u.) eine nichtsdestotrotz feine, kleine Konzertreise geworden.

1. Landau’s Burning

Nach intensiver Prober- und Feier-Ei in Kölle machten wir uns am Samstag gen Pfalz auf, um im Landauer Fatal aufzuspielen. Wir wurden höchst freundlich begrüßt, sowohl von den Veranstaltern als auch von unseren Mitmusikern Whale vs. Elephant. Das Essen war wunderbar, auf der Speisekarte stand nemlich ein echtes Chili, leckerste Ofenkartoffeln mit Kräutergedöns, eine Art Joghurt-Dip nach altem Geheimrezept mit eindeutigen Grüne Soß-Parallelen (trotz andersartiger Kolloration) sowie ein Feta-Tomaten-Auflauf. Da will und darf man nicht meckern.

Nachdem soundmäßig alles im Lot war, sind wir erst einmal auf die Kirmes am Fuße des Uniberges (Ja, Landau hat eine Uni; ist zwar eine Split-Uni mit Koblenz, aber immerhin! Und das bei nur 43.000 Einwohnern…). Das Riesenrad gefiel sich und uns, trotz Bryan Adams und Pretty Woman. Danach zurück und Rockmusik in front of some 40 people. Man hatte Spaß oder fand nur unsere bodies (sprich: baddies) hot („Nackt gefallt ihr mir besser!“). Danach der Walelephant mit sympathischer Elektro-Relax-Akrobatik. Nach kurzer Punkdisse mit Slime kurze Fahrt zu unserem formidablen Gastgeber Rajko. Recht kurze, aber einigermaßen entspannte Nacht, hervorragendes Frühstück (insbesondere das chefige Spiegelei ist an dieser Stelle lobend hervorzuheben) und Abfahrt gen Munich – zur Wies’n. Stake Out ist übrigens auch eine tolle Band, die ich euch ans Herz legen möchte.

2. München, Mit Bryan Adams auf der Wies’n

Nicht Stake Out aus Berlin, dafür aber Bryan Adams aus Kingston, Ontario, der uns schon bei unserer Riesenradfahrt in Landau beglückt hatte, wartete am nächsten Abend im Augustinerbräufestzelt auf der Wies’n auf uns mit seinem Powerhit „Summer of 69“. Den nämlich intonierte das Orchester just als wir es geschafft hatten, uns eine Maß zu organisieren. Das Treiben sagte uns überraschenderweise zu, denn es war weniger volkstümlich als gedacht. Die Stimmung war heiter und ausgelassen, aber nicht aggressiv. Wir warfen noch mit Lederbällen auf Dosen und erspielten eine Plastikrose und nahmen danach die Mini-Mouse-Bahn mit, die nicht so heißt, aber von uns aus Protest gegen die Verdrängung der Comicfiguren durch 3D-Filme absichtsvoll trotzdem so tituliert wird – und weil ich den richtigen Namen vergessen habe.

3. Wien: Schnitzel-, Würstchen- und Sissistadt (in dieser Reihenfolge)

In knapp 5 Stunden nach Wien gebraust, im Arena wie beabsichtigt viel zu früh angekommen und dann in die Stadt gefahren, um Sehenswürdigkeiten anzugucken. Als wir wieder zurück in der Arena waren, trafen wir das erste Mal auf die Uzbeks, die noch etwas wortkarg, aber durchaus freundlich waren. Leider waren viel zu wenig Leute da, ob es am schönen Wetter, an mangelnder Werbung, dem Wiener Konservativismus oder unserer Musik lag, weiß ich nicht. Die, die da waren, hatten aber dem Vernehmen nach Spaß, insofern ist alles paletti. Netterweise haben zwei gute Freunde uns in ihrem unbescheidenen Zuhause aufgenommen, sodass wir um eine Nacht zu zehnt in einem winzigen Zimmer herumkamen, was zwar den Punkfaktor enorm herabsetzte, aber dafür auch den Punkfaktor enorm herabsetzte. Lustige After Show-„Party“ und bis in die Morgenstunden hinein gequatscht, bei original Ottakringer Bier über Stake Out gelästert. Am nächsten Tag gab’s dann trotz allgemeiner Ermattungserscheinungen noch eine schöne Stadtbesichtigung – danke Alex und Elisabeth! Nach einem kräftigenden Morgenthau-Tee an der Hofburg (ah, bevor ich’s vergesse: wir waren natürlich auch in Thomas Bernhards Stammpinte), ging’s ab ins Auto und dann ab und davon.

4. Königshof, Mittlerer Osten

Königsdorf ist nicht im eigentlichen Sinne eine Stadt; auch kein Dorf, sondern mehr ein „Ort“. Genauer gesagt: eine Kreuzung, an die eine Straße anschließt, die die „Römersiedlung“ (circa 11 Häuser) mit der „Kirchsiedlung“ (zwei Kirchen, eine evangelisch, eine katholisch, dazwischen ein Bach) miteinander verbindet. Drum herum stehen Obstbäume und Maisfelder, alles ist hübsch, aber irgendwie sehr verlassen. Ein Platz im Nichts, am Ende der Welt. Glaubt man den Fakten, dann ist Königsdorf im südlichen Burgenland, etwa 10 km vor der ungarischen Grenze. Wie auch immer: Wir wurden sehr nett empfangen, bekamen gleich ein Zimmer in einer ausrangierten Pension zugeteilt (zu Zeiten des Eisernen Vorhangs mussten vielmehr LKW hier pausieren; da rollte der Rubel noch). Bier wurde uns quasi aufgezwungen, wenn auch mit freudigem Einverständnis unsererseits. Nur Felix wurde leider zusehends kränker und legte sich aufs Ohr. Abends spielten fünf „Acts“ (siehe dazu auch: „Gigs“; „Konzi“): Erst ein lautkehliger Coversonggitarrenspieler, der durchaus Freude zu bereiten wusste (vor allem seinen mitangereisten Fans), dann eine örtliche HC-Band namens On With Life, die persönlich sehr nett, aber musikalisch etwas einfallslos waren (wenn auch 1.000.000 besser als Stake Out), dann wir (nach dem zweiten Song Stimmausfall bei Felix, aber trotzdem funky shit, mannnnnn!), dann die Uzbeks (dieses mal in Höchstform! מצוין! תודה רבה) und zuguterletzt ein furchtbar verstimmter, sympathischer, anarchistoider Singer/Songwriter. Runde Sache, hat Feetz gemacht.

5. München, Nee-o-keller

Völlig fertig in München angekommen, dann, drei Stunden vor dem Konzert, die Nachricht von den Veranstaltern, dass es nicht stattfinden kann, weil eine Sozialarbeiterin meint, sie müsse Konzerte vorher bei der Polizei anmelden (wtf? DDR?) und überhaupt noch ein prinzipielles Hühnchen (Unterart des Rebhuhns) mit der Neokeller-Crew zu rupfen hat. Genervte Stimmung, heftiges Telefonieren, um das Konzert in letzter Minute zu verlegen, dann der Befund: et lohnt sisch net. Gekocht, Wein und Whisky geöffnet und doch noch gespielt – wenn auch Karten. Am selben Abend das Konzert in Passau abgesagt, weil Felix zu allem Überfluss mittlerweile so krank war, dass er keine Silbe mehr rausbrachte. Wird nachgeholt, versprochen. Und die Tour wird nächstes Mal besser geplant und dann auch etwas glücklicher verlaufen. Egal, es waren lustige Tage und immerhin sind wir nicht Stake Out.



Mini-A-Tour 2010
2. September 2010, 09:09
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Klein, aber fein. Alle kommen!

18.09.10 Landau: Fatal

21.09.10 Wien (A): Arena 3Raum

22.09.10 Königsdorf (A): Cafè Traverse

23.09.10 München: Neokeller

24.09.10 Schwabing: Englischer Garten, Liegewiese hinten rechts

25.09.10 Passau: Zeughaus

Außer in Passau und Landau spielen wir zusammen mit der israelischen HC/Punk-Band Uzbeks, bei denen man auch schon mal reinhören kann. Im Neokeller wird es übrigens im Anschluss eine Sause geben. Ich freu mich.



Konzert gesucht!
9. Juli 2010, 16:34
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Wir suchen anlässlich unserer Tour noch ein Konzert für den 19.  September im Raum Karlsruhe, Stuttgart in Richtung München. Bitte eifrig melden, denn sonst entgeht euch was…

contact@endearment.de